Monat: Januar 2018

No Billag, No Culture.

Eigentlich machen wir hier keine Abstimmungsempfehlungen, veranstalten wir doch Kultur und keine Politik. Doch manchmal lassen sich Kultur und Politik nicht auseinanderhalten und diesmal wird über brandgefährliche, kulturfeindliche Initiative abgestimmt, die viele Künstler und Künstlerinnen, die bei KreuzKultur auftreten, ganz direkt betrifft. Schon über 10’000 Kulturschaffende haben den Aufruf No Billag – No Culture unterschrieben. Über 60 Kulturorganisationen und -verbände unterstützen den Aufruf und sagen NEIN zum Sendeschluss!

Kulturschaffende leben nicht von der Luft und der Liebe alleine, viele haben einen Brotjob, um sich ihr kulturelles Engagement überhaupt leisten zu können. Da ist es nachvollziehbar, dass MusikerInnen beispielsweise um ihre Einnahmen aus der Suisa fürchten, denn: „Rein werbefinanzierte Sender haben einen massiv kleineren Anteil an Schweizer Musik als die SRG und andere gebührenfinanzierte Privatradios.“ (No Billag – No Culture) Gefährdet wäre auch die Kulturberichterstattung in Radio und Fernsehen — oder können Sie sich vorstellen, dass ein Privatsender wie 3+ eine Band portraitiert, die auch im Kreuz Solothurn auftritt? Nach einer Annahme von No-Billag könnte man einen 10-vor-10-Bericht über Traktorkestar glatt vergessen. Ob Paul Riniker immer noch einen Dokumentarfilm über die Genossenschaft Kreuz (Eine Beiz ohne Chef, 1984) drehen könnte / würde, ist fraglich, aber möglich — ganz sicher jedoch liesse sich ein solcher Film nicht ohne eine gebührenfinanzierte SRG finanzieren. Im Aufruf der Kulturschaffenden heisst es denn auch: „Gerade auch für die Film- und Dokumentarfilm-Produktion in der Schweiz ist die SRG eine existenziell wichtige Partnerin.“

NEIN zum Sendeschluss!

Deshalb sagt auch KreuzKultur: No Billag, No Culture — und empfiehlt ein NEIN zum Sendeschluss!

Musique Simili AUSVERKAUFT!

Es tut uns leid, aber das heutige Konzert mit Musique Simili ist ausverkauft. Sorry.

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