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Rahel STUDER und Philipp STAMPFLI, Regie: Caroline Schenk, Kostüme: Madeleine Lehmann, Licht: Jürg Feier

 

STUDER & STAMPFLI: ZUCKER

Lieder aus der Süsswarenabteilung

Wer das Jubiläumsprogramm „Zucker“ von Studer & Stampfli verpasst hat, bekommt zweite Chance. Süss hätte es werden sollen – ein zuckersüsses Dessert ist es geworden. Üppig und verschwenderisch, zum Mitschunkeln und geniessen. Mit zig Schlagern aus Pop und Rock – auch klassischen Liedern, die die süssen Aspekte des Lebens thematisieren, entsteht ein buntes Panoptikum, ähnlich einer musikalischen Konditorei. Doch wie viel Schlagerabend oder Musikantenstadl erträgt der Mensch bis er emotional verblödet? Studer & Stampfli suchen die Balance zwischen Glücksgefühl und Fressattacke und präsentieren mit „Zucker“ ein neues Liederprogramm aus der Süsswarenabteilung.

 

DOPPELBOCK-TRIO: Dide Marfurt (Halszither, Tamburiza, helvetische Sackpfeife, Drehleier, Bodhran, Gesang), Jean-Pierre Dix (Kontrabass, E-Bass), Simon Dettwiler (diverse Schwyzerörgeli), CHRISTINE LAUTERBURG (Gesang, Jodel, Langnauerli, Geige)

 

DOPPELBOCK-TRIO MIT CHRISTINE LAUTERBURG

Wyt drüberuus – lebendiger urbaner Schweizer Folk

Dide Marfurts Doppelbock-Trio legt beharrlich die verschütteten, keltischen Pfeiler unserer Volksmusik frei, was der Musik ihre historische Glaubwürdigkeit zurückgibt. Andererseits nähert sie den CH-Folk vorsichtig einer Moderne an, in der Rock-Rhythmen, Pop-Sensibilitäten und ehemals avantgardistische Dissonanzen selbstverständlicher Alltag sind. Für dieses Engagement zwischen Verankerung und Öffnung feiert die NZZ Doppelbock folgerichtig als „einen der wichtigsten Neuerer der Volksmusik“ und bringt das Kunststück auf den Punkt: „Die Puristen konservieren sie mit Strenge, die Populisten verkitschen sie mit einem kommerziellen Mix aus Schlager und Pop. Dazwischen scheint es kaum etwas zu geben für Musiker, die die Tradition aus der Enge der Täler holen und mit einem Lebensgefühl von heute vitalisieren.“ Doppelbock mit Christine Lauterburg füllen genau diese Nische in einer Behutsamkeit, die der Musik entspricht. Frisch, frech, fröhlich und lustvoll sprengt das neue Programm „wyt drüberuus“ den üblichen Rahmen der Volksmusik und verpflichtet sich trotzdem der Tradition.